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Indienreisen

Chennai eine Stadt im Südosten von Indien

Chennai ist eine Stadt mit rund 7 Millionen Einwohnern und liegt im Südosten Indiens an der Küste des Golfs von Bengalen. Wie einige andere Städte Indiens, wurde auch Chennai in der jüngeren Vergangenheit umbenannt. Bis 1996 hieß die Hauptstadt des Bundesstaats Tamil Nadu noch Madras. Chennai ist heute die drittgrößte Stadt Indiens und wurde entsprechenden Aufzeichnungen zufolge schon um Christi Geburt gegründet.

Aufgrund der unmittelbaren Lage am Golf von Bengalen verfügt Chennai nicht nur über einen 13 Kilometer langen Stadtstrand (Marina Beach), sondern auch über einen der größten Häfen in Indien, der überregionale Bedeutung für den Pazifischen Ozean und den gesamten südostasiatischen Raum besitzt. Bereits die Portugiesen entdeckten Chennai während ihrer Kolonialherrschaft im 16. Jahrhundert als Handelsstützpunkt und legten damit den Grundstein für die Entwicklung der Stadt einige Jahrhunderte später. Mit der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 fiel zugleich auch der Startschuss für die exponentiale Entwicklung der Einwohnerzahlen in Chennai. Während Ende der 1940-Jahre noch etwas weniger als 1 Millionen Menschen im damaligen Madras lebten, so hat sich diese Zahl bis heute versiebenfacht. Wesentliche Gründe hierfür sind die Ansiedlungen diverser Unternehmen aus der allgemeinen Industrie und der Geschäftswelt, die teilweise rund um den Globus tätig sind.

Urlauber aus aller Welt schätzen die Vielfältigkeit des touristischen Angebots und die zahlreichen historischen Bauwerke in Chennai. Bademöglichkeiten sind an den Stadtstränden, insbesondere natürlich am Marina Beach, zur Genüge vorhanden. Westlich von Chennai gibt es eine Seenlandschaft, die einerseits die Trinkwasserversorgung der Stadt sicherstellen, sich andererseits zumindest teilweise ebenfalls zum Baden eignen. Im Stadtzentrum von Chennai warten mehrere Kunstgalerien und Museen darauf, von den Touristen besucht zu werden. Thematisch geht es in diesen Einrichtungen sehr häufig um die geschichtliche Entwicklung Chennais, insbesondere während der Kolonialzeit der Portugiesen, Niederländer und Briten. So viele christliche Kirchen wie in kaum einer anderen indischen Stadt runden das kulturelle Angebot in Chennai ab.

Natur- und Familienurlaub ist in Chennai ebenfalls vorstellbar. Hierfür sorgen unter anderem die beiden Tierparks Vandalaur Zoo und der Madras Crocodile Bank Trust. In letzterem Zoo, der sich auf Reptilien spezialisiert hat, leben einige Exemplaren der drei indischen Krokodilarten, die vom Aussterben bedroht sind. Im Jahr 1995 eröffnete der Freizeitpark Kishkinta, in dem es unter anderem Achterbahnen, Spaßbäder, 3D-Kino, Wildwasserkanäle und künstlich angelegte Wasserlandschaften gibt.