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Indienreisen

Jammu und Kashmir der nördlichste Bundesstaat Indiens

Der Bundesstaat Jammu Kashmir ist der nördlichste Bundesstaat Indiens und gleichzeitig auch einer der politischen Brennpunkte des Landes. Die westliche Region Kashmir beanspruchen mit Indien, Pakistan und China gleich drei Staaten für sich, weshalb es dort immer wieder zu mehr oder weniger heftigen Unruhen kommt. Zusammen mit der Region Jammu im Westen ist Kashmir auch Namensgeber dieses indischen Bundesstaats. Die dritte Region bildet Ladakh im Osten von Jammu und Kashmir. Alle drei Regionen des Bundesstaats weisen unterschiedliche religiöse Schwerpunkte auf. In Jammu leben überwiegend Hindus, während Kashmir von Moslems uns Ladakh von Buddhisten dominiert wird.

In der Hauptstadt Srinagar leben rund 1 Millionen Menschen, Jammu ist mit etwa 400.000 die zweite Großstadt des Bundesstaats. Insgesamt leben in Jammu und Kashmir knapp 12 Millionen Einwohner auf einer Fläche von etwas über 100.000 km². Seit dem 5. Januar 2009 ist mit dem erst 38-jährigen Omar Abdullah der jüngste Chief Minister in der Geschichte des Bundesstaats Jammu und Kashmir im Amt. Der folgende Blick auf den Werdegang des heutigen Bundesstaats Jammu und Kashmir seit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans von Großbritannien verdeutlicht die angespannte Situation in dem umstrittenen Gebiet.

Unmittelbar nach den Unabhängigkeitserklärungen der beiden neugegründeten Staaten Indien und Pakistan kommt es im 1947 zur Massenflucht von mehreren Millionen Menschen. Nachdem Pakistan Kashmir besetzt hat und Indien seine Truppen ebenfalls in das Gebiet schickt, kommt es zum Ersten Indisch-Pakistanischen Krieg um Kashmir, der bis zum Waffenstillstandabkommen im Jahr 1949 dauert. Die Vereinten Nationen setzen sich daraufhin für einen unabhängigen Staat Kashmir ein, wozu es allerdings nie kommt. Im Jahr 1957 erfolgt die Gründung des indischen Bundesstaats Jammu und Kashmir. 1965/66 und 1971/72 folgen der Zweite bzw. Dritte Indisch-Pakistanische Krieg um die Region Kashmir, die jedoch vergleichsweise schnell durch Waffenstillstände beendet werden können. Im Verlauf der 1980er-Jahre nehmen die Anschläge moslemischer Extremisten immer stärker zu, weshalb zehntausende Hindus nach von Kashmir nach Jammu fliehen. Bis heute verfolgen die Moslems das Ziel eines unabhängigen Staats Kashmir, wogegen sich sowohl Indien als auch China wehren und daher ihrerseits ständige Truppen im benachbarten Ladakh stationiert haben.