Kerala ein Bundesstaat an der Südspitze des indischen Subkontinents
Der Bundesstaat Kerala liegt an der Südspitze des indischen Subkontinents und ist die Heimat von etwa 34 Millionen Menschen. Da diese auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche von nur 39.000 km² leben müssen, gehört Kerala zu den am dichtesten besiedelten Bundesstaaten Indiens. Die Hauptstadt von Kerala trägt den unaussprechlichen Namen Thiruvananthapuram und hat etwa 800.000 Einwohner. Entlang des Arabischen Meeres verläuft die rund 600 Kilometer lange Küstenlinie des Bundesstaats, weshalb vor allem Touristen aus dem Ausland ihren Badeurlaub gerne in Kerala verbringen. Touristen aus dem Inland bevorzugen dagegen eher die natürlichen und landschaftlichen Höhepunkten Keralas, mit denen der Bundesstaat ebenfalls reich gesegnet ist. Kerala wird Jahr für Jahr von über 6 Millionen Touristen besucht, was den Tourismus hier zu einem nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor macht. Weitere Standbeine der regionalen Wirtschaft sind der Fischfang und die Landwirtschaft.
Der Name Kerala heißt ins Deutsche übersetzt “Land der Kokospalmen“, was angesichts der reichen Kokosnussvorkommen in dem Bundesstaat durchaus seine Berechtigung hat. Aus Kerala stammt immerhin die Hälfte der in Indien geernteten Kokosnüsse. Weitere Nusssorten, die es in Kerala in großer Zahl gibt sind Cashewnüsse und Betelnüsse. Außerdem lebt die regionale Landwirtschaft von Erzeugnissen wie Reis, Pfeffer, Gewürzen, Tee, Kaffee und Kakao. Die Fischpopulationen vor der Küste Keralas bestehen größtenteils aus Garnelen, Hummer, Sardinen, Thunfisch und Tintenfisch.
Im Jahr 1949 wurden die beiden seitherigen Fürstenstaaten Travancore und Cochin zum Bundesstaat Travancore-Cochin fusioniert, dem Vorgänger des heutigen Kerala. Sieben Jahre später folgte im Zuge der ersten großen Neuordnung der Bundesstaaten im Jahr 1956 die Eingliederung des Fürstenstaats Malabar und die Umbenennung des Bundesstaats in Kerala.

