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Indienreisen

Manipur ein kleiner Bundesstaat in Indien

Manipur zählt mit einer Fläche von nur 22.500 km² und knapp 3 Millionen Einwohnern zu den kleineren Bundesstaaten in Indien. Der Bundesstaat Manipur liegt zudem im äußersten Nordosten Indiens, in dem Teil des Landes, in dem sechs Bundesstaaten etwas abseits des restlichen Territoriums Indiens liegen. Im Osten grenzt Myanmar, das ehemalige Birma an den Bundesstaat Manipur. Die Hauptstadt Imphal ist mit knapp 250.000 Einwohnern die einzige Stadt in Manipur, die eine sechsstellige Einwohnerzahl aufweist.

Die Geologie des Bundesstaats kann als sehr hügelig bezeichnet werden, was mit der unmittelbaren Nähe zum Himalaya-Massiv zusammenhängt. So wird der relativ kleine Bundesstaat von nicht weniger als drei verschiedenen Bergketten gekennzeichnet, die mehr oder weniger parallel zueinander verlaufen. Im Hochgebirge Manipurs entspringen zudem zahlreiche Flüsse und Bäche, die den Bundesstaat zu einer blühenden Oase des Lebens machen. Die in Freiheit lebende Tierwelt in Manipur ist so groß und vielfältig wie in kaum einem anderen Bundesstaat Indiens. Beispiele hierfür sind unter anderem Affen, Bären, Büffel, Elefanten, Hirsche, Leoparden, Schlangen und Tiger.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist in Manipur der Abbau verschiedener Mineralien und Rohstoffe von Bedeutung. Während die in den Bergen Manipurs vorkommenden Kohle- und Eisenerzreserven eher von minderer Qualität sind, wird das aus heißen Solequellen gewonnene Salz in ganz Indien und auch einigen Nachbarländern sehr stark nachgefragt. Der Tourismus spielt in Manipur hingegen so gut wie keine Rolle.

Manipur gehörte bis 1826 zum damaligen Birma, bevor es im Rahmen des Ersten Britisch-Birmanischen Krieges seine Unabhängigkeit zurückerlangte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Manipur der britischen Kolonialherrschaft in Indien unterstellt, bevor es nach der Unabhängigkeit Indiens seinen heutigen Status als Bundesstaat erhielt. Eine kleine Minderheit der Nagas würde Manipur gerne als unabhängigen Staat oder als Teil des Nagalandes sehen, weshalb politische und kulturelle Einrichtungen in unregelmäßigen Abständen zum Ziel von Anschlägen werden. Abgesehen von einem Anschlag auf einen Tempel im August 2006, als auch einige Tote zu beklagen waren, kommt es dabei aber eher selten zu gravierenden Personenschäden.