Meghalaya - Bundesstaat
Meghalaya ist ein Bundesstaat im nordöstlichen Teil Indiens, der vom restlichen Gebiet des Landes etwas abgegrenzt ist. Der Name Meghalaya lässt sich in etwa mit “Heimstätte der Wolken“ ins Deutsche übersetzen. Diese Namensgebung ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf das sehr hügelige bis bergige Profil des Bundesstaats Meghalaya zurückzuführen. Auf einer Fläche von 22.500 km² leben in Meghalaya etwas mehr als 2,7 Millionen Einwohner, womit der Bundesstaat über eine eher gemäßigte Bevölkerungsdichte verfügt. In der Hauptstadt Shillong leben derzeit rund 145.000 Einwohner. Shillong ist die einzige Stadt in Meghalaya mit einer sechsstelligen Einwohnerzahl, was den eher ländlichen Charakter dieses Bundesstaats unterstreicht.
Meghalaya ist einer von drei Bundesstaaten in Indien, in denen die Mehrheit der Bevölkerung aus Christen besteht. Nach den Ergebnissen der bisher letzten Volkszählung in Indien machen die Christen in Meghalaya einen Bevölkerungsanteil von rund 70 % aus. Die stark christlich geprägte Religionsstruktur in Meghalaya ist mit einer intensiven Missionstätigkeit von Baptisten zu erklären, die eine massive Bekehrungswelle hin zum Christentum zur Folge hatte. Der Hinduismus mit 13 %, der Islam mit 4 % und die sogenannten animistischen Glaubensformen mit 12 % nehmen sich in Meghalaya gegenüber dem Christentum als regelrechte Minderheiten aus.
Den Bundesstaat Meghalaya gibt es in seiner heutigen Form seit dem Jahr 1972. Damals wurden zwei Bergdistrikte aus Assam ausgegliedert und zu einem eigenständigen Bundesstaat vereinigt, der den Namen Meghalaya erhielt. Zuvor genoss dieses Gebiet innerhalb der indischen Verwaltungsstruktur schon zwei Jahre lang einen teilautonomen Status. Die Hauptstadt Shillong wurde von Assam übernommen, dessen Hauptstadt Shillong zuvor war.

