Sikkim - Bundesstaat
Sikkim ist einer der sieben Schwesterstaaten, die nordöstlich des indischen Subkontinents liegen. Die Gemarkung Sikkims umfasst lediglich ein Gebiet von 7.000 km², was Sikkim flächenmäßig zum kleinsten Bundesstaat Indiens macht. Ähnlich sieht es bei der Einwohnerzahl aus, die in Sikkim bei 650.000 liegt. Die Hauptstadt Gangtok ist mit 35.000 Einwohnern noch die größte Stadt in Sikkim.
Trotz seiner überschaubaren Größe kommt dem Bundesstaat Sikkim vor allem aus strategischer Sicht eine relativ große Bedeutung zu. Sikkim liegt wie eine indische Insel im Dreiländereck China, Bhutan und Nepal und war bis 1975, als es ein Bundesstaat Indiens wurde, ein unabhängiges Königreich. Der Aufstieg des Königreichs Sikkim war seit dessen Gründung im Jahr 1641 sehr eng mit seiner Lage am damals einzigen Verbindungsweg zwischen Indien und Tibet verbunden. Macht und Einfluss des Königreich Sikkims nahmen ab dem beginnenden 19. Jahrhundert jedoch mehr und mehr ab, als man sich der militärischen Übermacht der britischen Kolonialherren beugen musste. Erst im Jahr 1918 erhielt das Königreich Sikkim die vollständige Unabhängigkeit zurück, bevor es sich am 14. April 1975 nach dem Votum eines diesbezüglichen Volksentscheids Indien anschloss. China erkannte diesen Schritt Sikkims zunächst jedoch nicht an, was sich erst im April 2005, also 30 Jahre später, mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags änderte.
Mit dem genau 8.586 Meter hohen Kangchendzönga steht der dritthöchste Berg der Welt zumindest teilweise auf der Gemarkung des Bundesstaats Sikkim. Daher ist dieser Bundesstaat vor allem bei Bergsteigern aus aller Welt bekannt. Die unmittelbare Nähe des Himalayas hat vor allem im Norden Sikkims auch direkte Auswirkungen auf die Topografie des Bundesstaats. Die größte kulturelle Sehenswürdigkeit Sikkims ist die über 30 Meter hohe Statue von Padmasambhava, dem Schutzpatron des ehemaligen Königreichs, und ist in dem Dorf Namchi zu finden.

