Uttarakhand - Bundesstaat
Der Bundesstaat Uttarakhand liegt im Norden Indiens und reicht weit bis ins Himalaya-Gebirge hinein, weshalb das topografische Profil entsprechend hügelig ausfällt. Lediglich im Süden des Bundesstaats Uttarakhand gibt es einige Tiefebenen, in den sich auch der Großteil der Bevölkerung konzentriert. Insgesamt leben in Uttarakhand 9,5 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 55.000 km². Im November 2001 wurden einige Teile des Bundesstaats Uttar Pradesh abgespalten, wodurch Uttarakhand als neue Verwaltungseinheit entstand. Zur Hauptstadt wurde das 550.000 Einwohner zählende Dehradun ernannt.
Uttarakhand ist einer der wenigen Bundesstaaten in Indien, die in allen vier Himmelsrichtungen über natürliche Grenzen verfügen. Im Süden bildet die Gangesebene die Grenze, im Norden das Himalaya-Gebirge, im Westen das Garhwal und im Osten das Kumaon. Bei den beiden letztgenannten Grenzen handelt es sich um Hochebenen bzw. Mittelgebirge, die streng genommen als Ausläufer des Himalayas zu betrachten sind. Neben dem Ganges wird Uttarakhand mit dem Yamuna noch von einem zweiten großen und sehr bedeutenden Fluss durchzogen. Die Quellen beider Flüsse liegen im Hochgebirge von Uttarakhand und werden als heilig verehrt. Der Norden des Bundesstaats ist aufgrund seiner geografischen Nähe zu Tibet sehr stark vom Buddhismus geprägt, während ansonsten der Hinduismus die mit Abstand wichtigste Religion in Uttarakhand darstellt.
Der überwiegende Teil der in Uttarakhand ansässigen Bevölkerung lebt als Selbstversorger von der Landwirtschaft. Aufgrund der zahlreichen Gebirgsregionen halten sich die Erträge aus der Landwirtschaft allerdings in Grenzen, so dass es in den meisten Fällen gerade für den eigenen Bedarf ausreicht. Der Tourismus spielt in Uttarakhand ebenfalls eine wichtige Rolle. Neben den Quellen des Ganges und Yamuna beherbergt Uttarakhand mit den Orten Rishikesh und Haridwar zwei weitere heilige Stätten, die Pilger aus allen Teilen Indiens anziehen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Tempel in Badrinath, Gangotri, Kedarnath und Yamunotri. Darüber hinaus sind die nördlichen Gebirgsregionen bei wohlhabenden Indern als Sommerresidenz sehr beliebt. Mit dem 7.816 Meter hohen Nanda Devi steht der höchste Berg Indiens auf der Gemarkung des Bundesstaats Uttarakhand.

