Himalaya-Gebirgsbahn Darjeeling
Die Himalaya-Gebirgsbahn Darjeeling verkehrt im Nordosten Indiens und ist zwischen der Tiefebene in Westbengalen und dem Bergdorf Darjeeling unterwegs, aus dem auch der gleichnamige und über die Grenzen Indiens hinaus bekannte Tee stammt. Bereits im Jahr 1881 in Betrieb genommen, zählt die Himalaya-Gebirgsbahn Darjeeling weltweit zu den ersten ihrer Art. Als Betreiber des Dampfzugs, der auch heute noch mit der Technik aus dem späten 19. Jahrhundert bis auf über 2.000 Metern Höhe klettert, ist die Darjeeling Himalayan Railway. Ursprünglich wurde die Himalaya-Gebirgsbahn nach Darjeeling als Transportmittel benutzt, hauptsächlich um den relativ teuren Tee kostengünstig zu befördern und damit erschwinglich zu machen. Diese Aufgabe wird inzwischen von Lastwagen übernommen, während die Himalaya-Gebirgsbahn in erster Linie als Touristenattraktion dient.
Auf der Streckenführung von vor über 125 Jahren geht es für die Touristen unter anderem an idyllischen Bergdörfern, Basaren, Teeplantagen und Klöstern vorbei, bevor der Zug im Himalaya in Darjeeling seinen Zielbahnhof erreicht. Während ihrer Kolonialherrschaft in Indien kultivierten die Briten den Beinamen “Toy Train“ für die Gebirgsbahn, der auch heute noch ab und an zu hören ist. Die Himalaya-Gebirgsbahn nach Darjeeling diente im zu Ende gehenden 19. Jahrhundert für zahlreiche Eisenbahnen, insbesondere Gebrigsbahnen, als technisches und logistisches Vorbild.
Aber nicht nur die Touristen, die im Nordosten Indiens unterwegs sind, erkannten den besonderen Stellenwert der Himalaya-Gebirgsbahn nach Darjeeling. Die UNESCO verlieh dem nostalgischen Zug inzwischen den Titel eines Weltkulturerbes, womit die Gebirgsbahn in einem Atemzug mit dem Taj Mahal oder dem Roten Fort in Agra zu nennen ist. In der Ernennungsurkunde würdigte die UNESCO vor allem “die herausragende Ingenieursleistung bei der bahntechnischen Erschließung einer Gebirgslandschaft von großer Schönheit“, wie es wörtlich geschrieben steht.

