Kontakt |
Indienreisen

Kirchen und Klöster in Goa

Der kleinste indische Bundesstaat Goa, der im Westen des Subkontinents an das Arabische Meer grenzt, gilt als eines der wenigen Zentren des Christentums innerhalb Indiens, auch wenn die Hindus etwa zwei Drittel der Bevölkerung stellen. Das verbleibende Drittel der Bevölkerung Goas sowie zahlreiche Kirchen und Klöster geben noch heute ein eindrucksvolles Zeugnis der gut 500 Jahre währenden Kolonialherrschaft der Portugiesen. In diesem Zeitraum wurde nicht nur in großem Stil missioniert und die Bevölkerung zum Katholizismus bekehrt, sondern auch die meisten Moscheen und Tempel zerstört und durch christliche Gotteshäuser ersetzt. Aus diesem Grund ist Goa heute nicht nur bei Badetouristen sehr beliebt, sondern auch bei christlichen Pilgern, insbesondere bei Katholiken.

Unter den seit dem Jahr 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Kirchen und Klöstern in Goa ragt vor allem die Basilika “Bom Jesu“ heraus. Hier liegen die Gebeine des Francisco de Xavier, der vom Vatikan nach seinem Ableben heilig gesprochen wurde und bis heute als Schutzpatron von Goa verehrt wird. Weitere bedeutende Kirchen und Kathedralen in Goa sind St. Cajetan, St. Francis und Sé, die zum Zeitpunkt ihrer Erbauung und auch noch lange Zeit danach die größte Kirche Asiens war. Bei der Kathedrale St. Catejan handelt es sich um einen verkleinerten Nachbau des Petersdoms in Rom, während St. Francis die wichtigste Kirche des Franziskanerordens innerhalb Indiens ist.

Mit der Unabhängigkeit Indiens ließ der christliche Einfluss in Goa relativ schnell nach, so dass der Hinduismus wieder zur wichtigsten Religion des Bundesstaats wurde. Geblieben sind jedoch die Kirchen, Kathedralen und Klöster, die inzwischen teilweise vom Dschungel umgeben sind, aber weiterhin zu den Hauptanziehungspunkten für Touristen aus aller Welt gezählt werden müssen.