Rote Fort steht in Agra
Das Rote Fort steht in Agra im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh und ist nur wenige Fußminuten vom fast noch bekannteren Taj Mahal entfernt. Wie der Taj Mahal wurde auch das Rote Fort in Agra, das nicht mit dem gleichnamigen Bau in Delhi zu verwechseln ist, im Jahr 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Seinen Namen hat das Rote Fort in Agra dem roten Sandstein zu verdanken, der überwiegend als Baumaterial zum Einsatz gekommen ist. Das Rote Fort wurde im Jahr 1565 vom damaligen Mogul Akbar dem Großen in Auftrag gegeben und sollte diesem als sicherer Rückzugsort dienen. Bereits sechs Jahre später war der Bau des Roten Forts abgeschlossen. Die Mogulnachfolger Akbars ließen das Rote Fort während der beiden folgenden Jahrhunderte noch ausbauen. Der Mogul Shah Jahan, der auch für den Bau des Taj Mahals verantwortlich zeichnete, hat den größten Teil des Roten Forts bauen lassen und ist deshalb zum großen Teil auch für das heutige Aussehen der Touristenattraktion verantwortlich. Shah Jahan war der Enkel von Akbar dem Großen, der die Idee für den Bau des Roten Forts hatte.
Heute weist das Rote Fort einen halbmondförmigen Grundriss aus, der durchgängig von einer 21 hohen und 2,4 Kilometer langen Mauer aus Sandstein umgeben ist. Das Rote Fort beherbergt mehrere Paläste, Moscheen und Gärten, die allesamt sehr großzügig gestaltet wurden. Da Teile des Roten Forts in Agra heute auch vom indischen Militär genutzt werden, kann das UNESCO-Weltkulturerbe nicht vollständig besichtigt werden. Auch in der Vergangenheit stellte das Rote Fort vor allem aus militärischer Sicht ein sehr wichtiges strategisches Ziel dar. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Rote Fort von den Briten eingenommen, 1857 wurde das Bauwerk zum Zentrum des bewaffneten Aufstands der indischen Bevölkerung gegen die britischen Kolonialherren.

