Naturreisen mit Wild- und Naturparks in Indien
Indien kann auch für Tier- und Naturfreunde ohne Einschränkungen als wahres El Dorado bezeichnet werden, auch wenn andere Sparten des Tourismus derzeit noch bekannter sind. Der vergleichsweise noch geringe Stellenwert des Naturtourismus in Indien ist in erster Linie auf die Tatsache zurückzuführen, dass sehr viele Tierparks und Naturreservate erst im Laufe der letzten Jahre für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Mit einer zumindest in Asien beispiellosen Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt ist Indien diesbezüglich über jeden Zweifel erhaben.
Vom Himalaya-Gebirge im Norden bis an die über 3.000 Kilometer entfernte Südküste Indiens bringt das Land nicht weniger als 1.200 Vogel- und 370 Säugetierarten jeder Größe hervor. Komplettiert wird die indische Tierwelt darüber hinaus von unzähligen Fisch-, Reptilien- und Amphibienarten, die auf jeden Fall in die Tausende gehen. Dies ist nicht zuletzt den sehr unterschiedlichen Klimabedingungen und den daraus resultierenden Lebensbedingungen für die Tiere innerhalb Indiens zu verdanken. In ganz Indien gibt es weit über 200 Tierparks und Naturreservate, die sich nicht nur mehr oder weniger gleichmäßig über den Subkontinent verteilen, sondern den Tieren auch einen naturnahen Lebensraum ermöglichen.
Touristen aus Mitteleuropa, die in der Ganges-Ebene unterwegs sind, werden sich bei Begegnungen mit Hirsch oder Wildschweinen fast wie zu Hause fühlen. Im den höher gelegenen Regionen des Himalayas sind Steinböcke, Schneeleoparden und diverse Fasanenarten heimisch. Am Fuße des Himalayas in den Mangrovenwäldern können Touristen Bekanntschaft mit dem vom Aussterben bedrohten bengalischen Tiger machen, der sicherlich einer der interessantesten Vertreter der indischen Tierwelt ist. Die indischen Elefanten, welche zu den größten Landsäugetieren der Welt gehören, sind an den Ufern des Ganges und im Osten des Subkontinents zu Hause. Der Bundesstaat Gujarat ist bei Naturtouristen vor allem für seine relativ große Population des asiatischen Löwen bekannt und beliebt. Sogar in den Regenwäldern und der Wüste scheint die Artenvielfalt der indischen Tierwelt kein Ende nehmen zu wollen, wie durch Esel, Makaken und diverse Katzenarten unter Beweis gestellt wird.

