Indien erhebt biometrische Daten für neue Pässe
Indien präsentiert sich nun auch auf dem Gebiet des Passwesens als sehr fortschrittliches Land und führt in den kommenden Jahren in mehreren Etappen den biometrischen Pass ein. Nach und nach sollen alle 1,2 Milliarden Bewohner des Subkontinents im Südosten Asiens mit neuen Ausweisen ausgestattet werden, die dann biometrische Daten wie Fingerabdruck und die Speicherung der Iris enthalten. Dieses sehr umfangreiche Projekt findet unter Federführung der Unique Identification Authority of India (UIAI) statt und wird von renommierten Partnern wie Mahindra Satyam (Datenbanken) oder Morpho (Biometrik) begleitet.
In einem ersten Schritt sollen in ganz Indien bis zum Jahr 2012 die biometrischen Daten von 200 Millionen Bürgern erhoben und gespeichert werden. Die Fingerabdrücke und Iriserkennung werden in einen dedizierten Code umgewandelt, der den Angaben zufolge absolut fälschungssicher sein und betrügerische Kopien ebenso verhindern soll wie versehentliche. Ein konkreter Fahrplan für die Fertigstellung des Adhaar-Programms, wie das Verfahren zur Neuerstellung der biometrischen Pässe in Indien genannt wird, existiert bei den zuständigen Behörden allerdings noch nicht.
Als größte Vorteile der neuen Pässe mit Fingerabdrücken und Iriserkennung nennt Indien neben der Fälschungssicherheit den bequemeren Zugang zu Finanzdienstleistungen sowie deutliche Verbesserungen bzw. Erleichterungen bei der Registrierung zu Wahlen im politischen System oder der Wahrung des Anspruches auf staatliche Leistungen wie Bildung oder medizinischer Versorgung.

