Indien bietet nach Pakistan Flut seine Hilfe an
Nach der folgenschweren Flut in Pakistan, die von den Hilfswerken der Vereinten Nationen noch schlimmer angesehen wird, wie das Erdbeben auf Haiti oder der Tsunami an Weihnachten 2004 in Südostasien, hat nun auch Indien seine Hilfe angeboten. Angesichts der weltweit nur sehr schleppend anlaufenden Hilfe für die Opfer der Flut in Pakistan hat Indien eine Überweisung in Höhe von umgerechnet fünf Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Das Verhältnis zwischen Indien und Pakistan gilt jedoch als zerrüttet, weshalb die Regierung in Pakistan sich derzeit noch gegen die Hilfe des südlichen Nachbarn sträubt.
Laut UN-Generalsekretär Ban Ki Moon werden für Pakistan insgesamt mindestens 460 Millionen Dollar benötigt, um den Opfern der Flut angemessen helfen zu können und den Wiederaufbau voranzutreiben. Nicht nur deshalb wird Pakistan die Hilfe aus Indien wohl annehmen. Schon bei früheren Naturkatastrophen gab es nachbarschaftliche Hilfsaktionen zwischen Indien und Pakistan, zuletzt als im Jahr 2005 die pakistanische Seite der geteilten Region Kaschmir von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde und 80.000 Tote zu beklagen waren.
Die Spannungen zwischen der Politik in Indien und Pakistan rühren hauptsächlich aus dem Konflikt um Kaschmir. Dessen ungeachtet zeichnet sich das gestörte Verhältnis, wenn auch nur punktuell und in erster Linie in Notsituationen, durch hoffnungsvolle Signale der Entspannung und Annäherung aus. So ist auch Indiens Hilfe für die Flut in Pakistan vor allem als symbolisches Signal zu verstehen, das von den Vereinten Nationen jedoch mit viel Zustimmung zur Kenntnis genommen wurde.

