Feiertage & Feste in Indien
Die meisten Feiertage und Feste in Indien haben einen religiösen Hintergrund und werden entweder landesweit oder nur in einigen Regionen bzw. Bundesstaaten begangen. Unter allen Feiertagen ragen jedoch der Tag der Republik, der Unabhängigkeitstag und der Geburtstag von Mahatma Gandhi heraus, die in ganz Indien als höchste Nationalfeiertage gelten. Je nach Vorhandensein der einzelnen Religionen, haben religiöse Feste in einigen Bundesstaaten einen Status, der mit gesetzlichen Feiertagen vergleichbar ist.
Der Tag der Republik wird in Indien jedes Jahr am 26. Januar gefeiert, da an diesem Datum im Jahr 1950 die demokratische Verfassung des in die Unabhängigkeit entlassenen Landes in Kraft trat. Mit dem Unabhängigkeitstag erinnern sich die Menschen in Indien am 26. August an jenen historischen Tag im Jahr 1947 als die Kolonialherrschaft Großbritanniens über Indien ein Ende fand. Der Geburtstag des 1948 verstorbenen Mahatma Gandhi genießt in Indien deshalb einen so hohen Stellenwert, da Gandhi die Unabhängigkeitsbewegung angeführt hatte und damit ganz entscheidend zur Unabhängigkeit Indiens beigetragen hat. Auch in den Jahrzehnten danach wurde das politische Geschehen in Indien maßgeblich von Mitgliedern der Gandhi-Familie (mit-)bestimmt.
Bei den Anhängern des Buddhismus, Jainismus und Sikhismus gelten die Geburtstage der jeweiligen Religionsstifter als höchste Feiertage, die dort ähnlich gefeiert werden wie Ostern oder Weihnachten bei den Christen. Die in Indien lebenden Moslems beachten alle Traditionen des Islams, beginnend beim Fastenmonat Ramadan über die Feier des Opferfests zum Höhepunkt der alljährlichen Pilgerfahrt nach Mekka bis hin zur Pilgerreise selbst. Den hinduistischen Feiertagen und Festen, insbesondere dem Lichterfest und der Feier des Sieges von Rama über den Dämonen Ravana, kommt in Indien aufgrund des hohen Stellenwerts dieser Religion eine nationale Bedeutung zu.

