Impfungen Indien
Vor einem Urlaub oder einer Geschäftsreise sollten einige vorbeugende Impfungen durchgeführt werden, um sich selbst oder das daheimgebliebene Umfeld vor Infektionen mit Krankheiten wie Malaria, Hepatitis A oder Typhus zu schützen. Allerdings gibt es für Indien derzeit keine verpflichtend vorgeschriebenen Impfungen, so dass auf dem Subkontinent kein überhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Diese Regelung gilt allerdings nur für Touristen, die direkt von Europa nach Indien einreisen. Für die meisten afrikanischen und einige Länder Süd- und Mittelamerikas besteht dagegen eine Pflicht zur Impfung gegen Gelbfieber, die bei der Einreise nach Indien nachgewiesen werden muss. Davon sind alle Reisenden betroffen, die sich sechs Tage oder früher vor ihrer Reise nach Indien in einem sogenannten Endemieland in Afrika, Südamerika oder Mittelamerika aufgehalten haben oder dieses durchquert haben.
Um sicherzustellen, dass alle benötigten Impfungen vorhanden bzw. noch wirksam sind, sollte spätestens sechs Wochen vor der Reise nach Indien der Hausarzt aufgesucht werden. Gerade Kinder sollten über einen wirksamen Impfschutz gegen Tetanus, Polio und Diphtherie verfügen. Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich bei den meisten Impfungen um keine langwierige Prozedur, da oftmals schon eine einmalige Injektionsimpfung oder eine wiederholte, dafür aber unkomplizierte Schluckimpfung in Form von Tabletten oder Kapseln ausreicht.
Malaria ist eine in ganz Indien verbreitete Krankheit, die in erster Linie durch Moskito-Stiche übertragen wird. Die höchste Gefährdung, nach einem Moskito-Stich an Malaria zu erkranken, besteht während der Regenzeit (Monsun) oder in städtischen Gebieten, wo viele Menschen auf engem Raum leben. Eine niedrige Gefährdung gilt in Indien für die Bundesstaaten Tamil Nadu und Kerala im Süden des Subkontinents. Überhaupt nicht gefährdet sind die nördlichen Bundesstaaten Kaschmir und Jammu, Sikkikm und Himachal Pradesh im Himalaya. Beim Schutz gegen Malaria kommt vor allem den vorbeugenden Maßnahmen gegen Moskito-Stiche und der richtigen Medikation nach einem Stich eine wichtige Bedeutung zu, da es gegen Malaria keinen klassischen Impfschutz gibt.
Die Impfung gegen Typhus oder Hepatitis A erfolgt durch eine einmalige Injektion, die spätestens zehn Tage vor der Indien-Reise verabreicht wird. Im Falle einer Impfung gegen Typhus kann auch die Schluckimpfung angewendet werden, was vor allem bei Kindern eine denkbare Alternative darstellt. Um einen mehrjährigen Impfschutz gegen Typhus und Malaria erreichen zu können, muss die Injektionsimpfung nach sechs bis zwölf Monaten wiederholt werden.
Hinweis: Dieser Text soll nur als reine Information gelten und ist keine ärztliche Beratung. Für eine ärztliche Beratung und richtigen Umgang zur Impfung für Indien suchen Sie bitte eine Arzt auf! Wir übernehmen keine Haftung!

